Baufinanzierung Elternzeit

Mit der Geburt des Kindes sehnen sich viele Familien danach, ihren Wohnraum zu vergrößern. Daher kann es dazu kommen, dass die finanzielle Planung für das Eigenheim in die Elternzeit fällt. Um Risiken zu vermeiden, sollten Sie vor allen Dingen in der Elternzeit Ihren finanziellen Spielraum genau kennen. Denn in der Elternzeit erhält mindestens ein Elternteil nicht das komplette Einkommen, sondern nur das Elterngeld. Dieses beträgt circa 65 % des Nettoeinkommens.

Von den aktuellen Minizinsen profitieren vor allem die Kunden. Nie waren die Konditionen inmitten einer Baufinanzierung besser als es aktuell der Fall ist. Hier können Sie eine unverbindliche Fachberatung unserer Bauexperten erhalten. Bei einer Finanzierung von bis zu 120.000 Euro hält der Kredit Rechner die besten Konditionen bereit.

Ob eine Baufinanzierung während der Elternzeit möglich ist

Eine Baufinanzierung während der Elternzeit ist im Prinzip ohne Probleme möglich. Möglich ist die Kreditaufnahme vor allem dann, wenn der andere Partner über ein sicheres und ausreichendes Einkommen verfügt. Die monatlichen Raten der Baufinanzierung sollten Sie den finanziellen Mitteln anpassen, die Ihnen zur Verfügung stehen, damit Sie keine finanziellen Engpässe riskieren. Daher bringt es ein gewisses Risiko mit sich, die Raten während der Elternzeit am Einkommen zu orientieren, welches Ihnen zur Verfügung steht, wenn beide Elternteile wieder in Vollzeit tätig sind.

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Baufinanzierung während der Elternzeit unter Umständen günstiger

Unter Umständen ist eine Baufinanzierung während der Elternzeit beziehungsweise mit Kind günstiger als ohne Kind. Wenn Sie ein Kind haben, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Zuschüsse, Erbbaurechte oder auch Zinsrabatte für den Kauf oder den Bau einer Immobilie zu erhalten. In diesem Sinne bieten sich beispielsweise Städte und Kommunen an, die städtische Familienbauprogramme oder Landeswohnraumprogramme anbieten. Außerdem werden Familien mit Kindern auch von katholischen Bistümern mit zinslosen Darlehen für kleine Summen unterstützt. Dabei ist nicht die Konfession das wichtigste Kriterium, sondern die Tatsache, dass Kinder im Haushalt wohnen. Neben zinslosen Darlehen verleihen katholische Bistümer auch günstige Erbbaurechte. Evangelische Bistümer können hingegen mit Erbpachtgrundstücken zu günstigen Konditionen dienen.

Interhyp Baufinanzierung Test & Testbericht

Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz – BEEG)

§ 1 Berechtigte
„(1) Anspruch auf Elterngeld hat, wer
1.
einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat,
2.
mit seinem Kind in einem Haushalt lebt,
3.
dieses Kind selbst betreut und erzieht und
4.
keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausübt.
Bei Mehrlingsgeburten besteht nur ein Anspruch auf Elterngeld.
(2) Anspruch auf Elterngeld hat auch, wer, ohne eine der Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 1 zu erfüllen,
1.
nach § 4 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch dem deutschen Sozialversicherungsrecht unterliegt oder im Rahmen seines in Deutschland bestehenden öffentlich-rechtlichen Dienst- oder Amtsverhältnisses vorübergehend ins Ausland abgeordnet, versetzt oder kommandiert ist,
2.
Entwicklungshelfer oder Entwicklungshelferin im Sinne des § 1 des Entwicklungshelfer-Gesetzes ist oder als Missionar oder Missionarin der Missionswerke und -gesellschaften, die Mitglieder oder Vereinbarungspartner des Evangelischen Missionswerkes Hamburg, der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen e. V., des Deutschen katholischen Missionsrates oder der Arbeitsgemeinschaft pfingstlich-charismatischer Missionen sind, tätig ist oder
3.
die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und nur vorübergehend bei einer zwischen- oder überstaatlichen Einrichtung tätig ist, insbesondere nach den Entsenderichtlinien des Bundes beurlaubte Beamte und Beamtinnen, oder wer vorübergehend eine nach § 123a des Beamtenrechtsrahmengesetzes oder § 29 des Bundesbeamtengesetzes zugewiesene Tätigkeit im Ausland wahrnimmt.
Dies gilt auch für mit der nach Satz 1 berechtigten Person in einem Haushalt lebende Ehegatten, Ehegattinnen, Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen.
(3) Anspruch auf Elterngeld hat abweichend von Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 auch, wer
1.
mit einem Kind in einem Haushalt lebt, das er mit dem Ziel der Annahme als Kind aufgenommen hat,
2.
ein Kind des Ehegatten, der Ehegattin, des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin in seinen Haushalt aufgenommen hat oder
3.
mit einem Kind in einem Haushalt lebt und die von ihm erklärte Anerkennung der Vaterschaft nach § 1594 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs noch nicht wirksam oder über die von ihm beantragte Vaterschaftsfeststellung nach § 1600d des Bürgerlichen Gesetzbuchs noch nicht entschieden ist.
Für angenommene Kinder und Kinder im Sinne des Satzes 1 Nummer 1 sind die Vorschriften dieses Gesetzes mit der Maßgabe anzuwenden, dass statt des Zeitpunktes der Geburt der Zeitpunkt der Aufnahme des Kindes bei der berechtigten Person maßgeblich ist.
(4) Können die Eltern wegen einer schweren Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod der Eltern ihr Kind nicht betreuen, haben Verwandte bis zum dritten Grad und ihre Ehegatten, Ehegattinnen, Lebenspartner oder Lebenspartnerinnen Anspruch auf Elterngeld, wenn sie die übrigen Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllen und von anderen Berechtigten Elterngeld nicht in Anspruch genommen wird.
(5) Der Anspruch auf Elterngeld bleibt unberührt, wenn die Betreuung und Erziehung des Kindes aus einem wichtigen Grund nicht sofort aufgenommen werden kann oder wenn sie unterbrochen werden muss.
(6) Eine Person ist nicht voll erwerbstätig, wenn ihre Arbeitszeit 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats nicht übersteigt, sie eine Beschäftigung zur Berufsbildung ausübt oder sie eine geeignete Tagespflegeperson im Sinne des § 23 des Achten Buches Sozialgesetzbuch ist und nicht mehr als fünf Kinder in Tagespflege betreut.
(7) Ein nicht freizügigkeitsberechtigter Ausländer oder eine nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländerin ist nur anspruchsberechtigt, wenn diese Person
1.
eine Niederlassungserlaubnis oder eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU besitzt,
2.
eine Blaue Karte EU, eine ICT-Karte, eine Mobiler-ICT-Karte oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigen oder berechtigt haben oder diese erlauben, es sei denn, die Aufenthaltserlaubnis wurde
a)
nach § 16e des Aufenthaltsgesetzes zu Ausbildungszwecken, nach § 19c Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes zum Zweck der Beschäftigung als Au-Pair oder zum Zweck der Saisonbeschäftigung, nach § 19e des Aufenthaltsgesetzes zum Zweck der Teilnahme an einem Europäischen Freiwilligendienst oder nach § 20 Absatz 1 und 2 des Aufenthaltsgesetzes zur Arbeitsplatzsuche erteilt,
b)
nach § 16b des Aufenthaltsgesetzes zum Zweck eines Studiums, nach § 16d des Aufenthaltsgesetzes für Maßnahmen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen oder nach § 20 Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes zur Arbeitsplatzsuche erteilt und er ist weder erwerbstätig noch nimmt er Elternzeit nach § 15 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes oder laufende Geldleistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch in Anspruch,
c)
nach § 23 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes wegen eines Krieges in seinem Heimatland oder nach den §§ 23a, 24 oder § 25 Absatz 3 bis 5 des Aufenthaltsgesetzes erteilt,
3.
eine in Nummer 2 Buchstabe c genannte Aufenthaltserlaubnis besitzt und im Bundesgebiet berechtigt erwerbstätig ist oder Elternzeit nach § 15 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes oder laufende Geldleistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch in Anspruch nimmt,
4.
eine in Nummer 2 Buchstabe c genannte Aufenthaltserlaubnis besitzt und sich seit mindestens 15 Monaten erlaubt, gestattet oder geduldet im Bundesgebiet aufhält oder
5.
eine Beschäftigungsduldung gemäß § 60d in Verbindung mit § 60a Absatz 2 Satz 3 des Aufenthaltsgesetzes besitzt.
Abweichend von Satz 1 Nummer 3 erste Alternative ist ein minderjähriger nicht freizügigkeitsberechtigter Ausländer oder eine minderjährige nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländerin unabhängig von einer Erwerbstätigkeit anspruchsberechtigt.
(8) Ein Anspruch entfällt, wenn die berechtigte Person im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt des Kindes ein zu versteuerndes Einkommen nach § 2 Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes in Höhe von mehr als 250 000 Euro erzielt hat. Erfüllt auch eine andere Person die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nummer 2 oder der Absätze 3 oder 4, entfällt abweichend von Satz 1 der Anspruch, wenn die Summe des zu versteuernden Einkommens beider Personen mehr als 500 000 Euro beträgt.“

Für wen die Baufinanzierung in der Elternzeit schwer zu realisieren ist

Für Alleinverdiener und Alleinerziehende ist eine Baufinanzierung in der Elternzeit nur schwer zu realisieren. Ein Grund dafür ist die Tatsache, dass Banken, Baufinanzierer und Bausparkassen das Elterngeld nicht dem Haushaltseinkommen hinzurechnen. Da finanzielle Leistungen während der Elternzeit nur für einen Zeitraum von 12 Monaten gezahlt werden, kann auf Basis der reduzierten Einkommenssumme keine belastbare Berechnung vorgenommen werden.

Fazit Baufinanzierung Elternzeit

Die Baufinanzierung in der Elternzeit ist grundsätzlich möglich. Es müssen lediglich geringere Einschränkungen in Kauf genommen werden, wenn der Baukredit von beiden Partnern beantragt wird und sich nur einer der beiden zum Zeitpunkt der Antragstellung in Elternzeit befindet. Sofern ein Vollverdiener als Antragsteller für die Baufinanzierung zur Verfügung steht, ist die Beantragung und Beweilligung einer Baufinanzierung in vielen Fällen unproblematisch, sofern dieses Einkommen alleine als Basis für die Baufinanzierung ausreicht.

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